Infoblatt Traumasensible Formulierungen: Der Betroffenenrat informiert über die Betroffenenperspektive
Der Betroffenenrat des Traumanetz Berlin möchte mit diesem Infoblatt Fachkräften unterschiedlicher Organisationen, die in der Regel selten mit Themen wie sexualisierte und häusliche Gewalt bzw. Gewalt gegen Frauen direkt konfrontiert sind, eine Kommunikationsunterstützung anbieten. Aber auch Einzelpersonen, die als Angehörige, Freund*innen oder Bekannte mit gewaltbetroffenen Frauen sprechen, können sich an den Empfehlungen orientieren.
Das Ziel ist es, sekundärer Viktimisierung von gewaltbetroffenen Frauen vorzubeugen, das heißt, zu verhindern, dass Betroffene ein zweites Mal zum Opfer werden – durch die Reaktionen der Gesellschaft auf die ihnen widerfahrene Straftat.
Was sind passende Formulierungen sowie grundsätzliche Haltungen, die der gegenseitigen Verständigung dienen? Welches sind dagegen wenig hilfreiche Formulierungen, die möglicherweise die betroffene Frau erneut traumatisieren?
In der folgenden Tabelle sehen Sie auf der linken Seite einige negative Formulierungen (blaugrau), die durch positive Formulierungen (grün) auf der rechten Seite ersetzt werden können. Diese Formulierungen und Haltungen stellen lediglich eine Auswahl dar und sind als Beispiele zu sehen, die für eine erste Orientierung im Gespräch mit Betroffenen nach sexualisierter und häuslicher Gewalt hilfreich sein können.