Ein psychologischer Psycho-Therapeut oder eine psychologische Psycho-Therapeutin ist eine Person. Diese Person hat Psychologie studiert. Nach dem Studium hat die Person eine bestimmte Zusatz-Ausbildung gemacht. In dieser Zusatz-Ausbildung geht es um Psycho-Therapie. Erst danach darf die Person Psycho-Therapie anbieten.
Psycho-Therapie heißt: Ich habe eine seelische Krankheit. Oder ich habe ein seelisches Problem. Daher gehe ich regelmäßig zur Psycho-Therapie. Dort rede ich mit dem Psycho-Therapeuten oder der Psycho-Therapeutin über meine Probleme. In der Psycho-Therapie lerne ich: So kann ich mit meinen Problemen umgehen.
Es gibt besondere Psycho-Therapeuten und Psycho-Therapeutinnen für Kinder und Jugendliche.
Psychologische*r Psychotherapeut*in
Person, die qualifiziert und gesetzlich zugelassen ist, Psychotherapie auszuüben: Nach einem Studium der Psychologie (Diplom oder Master) wird eine Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten bzw. zur Psychologischen Psychotherapeutin nach dem Psychotherapeutengesetz (PsychThG) abgeschlossen und die Berechtigung zur eigenständigen Durchführung von Psychotherapie erworben (Approbation).
Ärztehaus Dr. Karl Kollwitz, Prenzlauer Allee 90, 10409 Berlin
Dieses Erlebnis kann kurz gewesen sein. Zum Beispiel: Ich wurde einmal zum Sex gezwungen.
Dieses Erlebnis kann länger gewesen sein. Zum Beispiel: Ich habe lange Zeit in meinem Zuhause Gewalt erlebt.
Einige Menschen können mit diesen schlimmen Erfahrungen nicht gut umgehen. Die Menschen bekommen vielleicht eine seelische Krankheit. Dazu sagt man auch: Die Person hat ein Trauma.
Post-traumatische Belastungs-Störung heißt: Der Körper reagiert nach einem Trauma auf die schlimmen Erfahrungen.
Die Krankheit zeigt sich so:
Ich kann schlecht einschlafen.
Ich erschrecke mich oft.
Ich ärgere mich schnell über etwas.
Ich kann Gefühle schlecht aushalten.
Ich kann mich schlecht auf eine Sache konzentrieren.
Ich fühle mich oft traurig.
Manchmal erinnert man sich an das schlimme Erlebnis. Manchmal erinnert man sich nicht an das schlimme Erlebnis. Man hat Erinnerungs-Lücken.
Auf dieser Internet-Seite gibt es mehr Infos darüber: www.icd-code.de/icd/code/F43.1.html Achtung: Diese Infos sind nicht in Leichter Sprache.
Posttraumatische Belastungsstörung
Reaktion auf ein belastendes Ereignis oder eine Situation kürzerer oder längerer Dauer, mit außergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophenartigem Ausmaß, die bei fast jedem eine tiefe Verzweiflung hervorrufen würde. Typisch sind: (1) sich aufdrängende, belastende Gedanken und Erinnerungen an das Trauma oder Erinnerungslücken; (2) Übererregungssymptome (Schlafstörungen, Schreckhaftigkeit, vermehrte Reizbarkeit, schweres Aushalten von Gefühlen, Konzentrationsstörungen); (3) Vermeidungsverhalten (Vermeidung traumaassoziierter Reize)
Die Anpassungs-Störung ist eine Krankheit. Ich habe etwas Schlimmes erlebt. Zum Beispiel: Ich habe zu Hause Gewalt erfahren. Ich wurde zum Sex gezwungen.
Einige Menschen können mit diesen schlimmen Erfahrungen nicht gut umgehen. Diese Menschen bekommen vielleicht eine Anpassungs-Störung. Eine Anpassungs-Störung zeigt sich so:
Schlechte oder traurige Stimmung
Angst
Probleme mit anderen Menschen
Auf dieser Internet-Seite gibt es mehr Infos darüber: www.icd-code.de/icd/code/F43.2.html Achtung: Diese Infos sind nicht in Leichter Sprache.
Anpassungsstörung
Reaktion auf ein einmaliges oder ein fortbestehendes belastendes Lebensereignis. Typisch können sein depressive Stimmung, Angst, Störungen des Sozialverhaltens
Therapie heißt: Ich gehe regelmäßig zu einem Therapeuten oder einer Therapeutin. Ich spreche mit dem Therapeuten oder der Therapeutin über meine Probleme. Ich lerne: So kann ich mit meinen Problemen umgehen.
Verhaltens-Therapie ist eine bestimmte Therapie-Art. Bei dieser Therapie geht es darum: Ich möchte mein eigenes Verhalten verändern.
Man spricht wenig über die Vergangenheit. Es geht um aktuelle Erlebnisse und Fragen. Oft bekommt man Aufgaben zwischen 2 Sitzungen. Bei dieser Therapie muss man viel über sich selbst nachdenken. Die Sitzungen sind meistens einmal in der Woche.
Verhaltenstherapie
Im Fokus ist weniger die Vergangenheit, sondern das gegenwärtige Erleben und Verhalten. Häufig wird mit kleinen Alltagsaufgaben zwischen den Sitzungen gearbeitet. Die Verhaltenstherapie erfordert eine aktive Mitarbeit. Meist 1mal wöchentliche Therapiesitzung
Therapie heißt: Ich gehe regelmäßig zu einem Therapeuten oder einer Therapeutin. Ich spreche mit dem Therapeuten oder der Therapeutin über meine Probleme. Ich lerne: So kann ich mit meinen Problemen umgehen.
Diese Therapie ist eine bestimmte Therapie-Art. Manchmal hat eine Person Probleme. Aber die Person findet keine Lösung.
In dieser Therapie guckt man sich die Vergangenheit an:
Was ist früher passiert?
Wie war meine Kindheit?
Wie habe ich früher meine Probleme gelöst?
Gibt es Probeme von früher, die ich noch nicht gelöst habe?
Manchmal muss man erst alte Probleme lösen. Erst danach kann man das aktuelle Problem lösen.
Diese Therapie macht man einmal oder zweimal in der Woche.
Tiefenpsychologisch fundierte Therapie
Gründet auf der Analytischen Psychotherapie. Annahme, dass bestimmte unbewusste Konflikte, die wir in einer
früheren Lebensphase nicht lösen konnten, das spätere
Leben beeinflussen. Ist kürzer als Analytische Psychotherapie, im Sitzen, 1-2 Stunden / Woche
Therapie heißt: Ich gehe regelmäßig zu einem Therapeuten oder einer Therapeutin. Ich spreche mit dem Therapeuten oder der Therapeutin über meine Probleme. Ich lerne: So kann ich mit meinen Problemen umgehen.
Sonstige Therapien heißt: Andere Therapie-Arten. Zum Beispiel:
Die Private Kranken-Kasse bezahlt die Psycho-Therapie
Wenn der Arzt oder die Ärztin eine Approbation hat Wenn der Psychologische Psycho-Therapeut oder die Psychologische Psycho-Therapeutin eine Approbation hat. Damit ist eine staatliche Erlaubnis gemeint: Man darf diesen Beruf machen. Man hat eine Ausbildung dafür.
Abrechnungsmöglichkeit durch eine private Krankenkasse
Leistungen werden zu Lasten der privaten Krankenversicherungen abgerechnet. Voraussetzung ist eine Approbation, d. h. die staatliche Zulassung, den Beruf Psychotherapie selbstständig und eigenverantwortlich auszuüben.
Manchmal bezahlt die Unfall-Kranken-Kasse eine Psycho-Therapie.
Das ist dafür wichtig: Vielleicht hatte man bei der Arbeit einen Unfall. Oder man ist bei der Arbeit krank geworden. Nur dann bezahlt die Unfall-Kranken-Kasse die Psycho-Therapie.
Abrechnungsmöglichkeit mit Berufsgenossenschaft
Leistungen werden über die entsprechende Unfallkrankenkasse abgerechnet. Damit ist die Psychotherapie aufgrund eines Arbeitsunfalls oder Berufskrankheit erforderlich.
Manchmal bezahlt die Kranken-Kasse eine Psycho-Therapie.
Das ist dafür wichtig: Der Therapeut oder die Therapeutin braucht eine staatliche Erlaubnis für Psycho-Therapie. Nur dann bezahlt die Kranken-Kasse die Psycho-Therapie.
Aber: Manchmal bezahlt die Kranken-Kasse auch andere Psycho-Therapien. Sie bezahlt aber nur bestimmte Psycho-Therapien.
Zum Beispiel: Jemand bekommt keinen freien Platz bei einem Therapeuten oder einer Therapeutin mit einer staatlichen Erlaubnis. Die Person kann beweisen: Ich habe wirklich keinen freien Platz bekommen. Deshalb mache ich woanders eine Psycho-Therapie.
Dann bezahlt die Kranken-Kasse manchmal auch andere Psycho-Therapien.
Am besten fragt man seine Kranken-Kasse: Welche Therapie bezahlt die Kranken-Kasse? Welche Dokumente brauche ich für eine andere Psycho-Therapie?
Abrechnungsmöglichkeit durch Kostenerstattungsverfahren
Psychotherapeutische Leistungen bei approbierten Psychologischen oder Ärztlichen Psychotherapeut*innen (ohne sogenannten Kassensitz) können ggf. mit der gesetzlichen Krankenversicherung abgerechnet werden. Die Person muss nachweisen, dass sie vergeblich versucht hat, einen Therapieplatz bei niedergelassenen Psychotherapeut*innen mit Kassensitz zu erhalten. Am besten erkundigt man sich zunächst bei der eigenen Krankenkasse, welche Nachweise sie bei einem Antrag auf Kostenerstattung verlangt